Der Unterschied zwischen Einzeltraining und Verhaltensberatung ist fließend (siehe Einzeltraining). Nicht selten möchte ein Mensch-Hunde-Team ein spezielles Thema im Einzeltraining bearbeiten (z. B. Leinenführigkeit), es zeigt sich jedoch, dass die Erfolgsfaktoren ganz woanders liegen und ein anderes Thema zuerst bearbeitet werden muss (z. B. Reduktion von Stressfaktoren) bevor wir erfolgreich am eigentlichen Thema arbeiten können.
Die Verhaltensberatung fokussiert jedoch noch stärker auf einer ausführlichen Anamnese um die Ursachen und Funktion von (subjektiv unerwünschten) Verhaltensmustern zu verstehen um darauf basierend Alternativen zu erarbeiten. Die Alternativen werden dann wiederum im Einzeltraining etabliert.
Was ein unerwünschtes Verhalten ist, hängt letztlich von den Kund:innen ab. Für den einen ist Bellen ein störendes also unerwünschtes Verhalten, der andere Besitzer freut sich darüber, dass sein Hund Fremde anzeigt.
In der Verhaltensberatung ist Management ergänzend zum Training (und manchmal sogar anstelle) von entscheidender Bedeutung: Dem unerwünschten Verhalten keinen Raum geben. Beispiel: Ich kann einem Hund beibringen, einen bestimmten Bereich (z.B. Kinderzimmer) nicht zu betreten (->Barriere-training). Ich kann aber auch einfach die Tür schließen (->Management).
